Glühen

Spannungsarmglühen     (Temperaturbereich 550° bis 650° C)

Beim Spannungsarmglühen werden innere Spannungen in Werkstücken durch Erwärmen unterhalb A1 (723º C) und anschliessendes langsames Abkühlen weitgehend abgebaut. Innere Spannungen können durch spanlose und spanabhebende Verformung wie auch durch Schweissbearbeitung entstehen.

 

Weichglühen                     (Temperaturbereich 680° bis 800° C)

Weichglühen ist eine Wärmebehandlung zum Vermindern der Härte eines Werkstoffes. Der weichgeglühte Zustand ist in den meisten Fällen am zweckmässigsten zum Zerspanen und Kaltumformen sowie für das Härten. Ausgenommen sind Stähle mit niedrigem C-Gehalt, die beim Drehen oder Fräsen zum "Schmieren" neigen. 

 

Normalglühen                   (Temperaturbereich bis > 800° C)

Durch das Normalglühen wird ein unregelmässiges und grobkörniges Gefüge, das in Gussstücken vorliegt oder bei der Warmumformung entstanden ist, beseitigt.